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EXIF-Daten entfernen

Ein Handyfoto trägt mehr als das Bild: den Aufnahmeort auf wenige Meter genau, das Kameramodell, die Uhrzeit. Hier siehst du diese Angaben im Klartext und schneidest sie heraus. Die Bildpunkte bleiben dabei unverändert — es wird nichts neu berechnet.

EXIF-Daten entfernen, ohne das Foto neu zu berechnen

Jede Aufnahme aus einem Telefon oder einer Kamera führt einen zweiten Datensatz mit sich, der beim Betrachten unsichtbar bleibt: den Aufnahmeort als Koordinatenpaar, Hersteller und Modell des Geräts, Objektiv und Seriennummer, Datum und Uhrzeit bis auf die Sekunde, dazu oft den Namen, der im Bildprogramm hinterlegt ist. Verschickt man das Bild unverändert, wandert all das mit. Beim Ort ist das selten harmlos — ein einziges Urlaubsbild im Forum verrät die Wohnanschrift, wenn es im Garten entstanden ist. Dieses Werkzeug liest den Datensatz aus, stellt jeden Eintrag im Klartext dar und entfernt ihn auf Wunsch aus der Datei. Es ist kostenlos, läuft online im Browser und verlangt kein Programm — unter Windows, am Mac, unter Linux und auf Android-Geräten gleichermaßen.

Der Unterschied zum Verkleinern liegt im Verfahren. Dort verschwinden die Aufnahmedaten als Nebenwirkung, weil das Bild vollständig neu gezeichnet wird — und Neuzeichnen kostet bei JPG und WebP jedes Mal Qualität. Hier wird stattdessen die Hülle geöffnet: Ein JPG besteht aus einer Kette von Abschnitten, ein PNG aus nummerierten Blöcken, ein WebP aus benannten Behältern, und die Aufnahmedaten liegen in genau solchen Abschnitten neben den eigentlichen Bilddaten. Herausgeschnitten werden nur sie; der komprimierte Teil wird Byte für Byte übernommen. Das Ergebnis ist dasselbe Bild, nur leichter und ohne Vorgeschichte.

In drei Schritten

So funktioniert EXIF-Daten entfernen

  1. Aufnahme auswählen

    Zieh eine Datei im Format JPG, PNG oder WebP in das Feld. Sie wird ausschließlich im Browser gelesen; eine Übertragung findet nicht statt.

  2. Gefundene Angaben durchsehen

    Jeder gefundene Block steht mit seiner Größe in der Liste, die auslesbaren Einträge darunter im Klartext — Ort, Gerät, Zeitpunkt und Urheber, sofern hinterlegt. Wer sich die EXIF-Daten nur anzeigen lassen will, hört hier auf.

  3. Auswählen und speichern

    Setz einen Haken bei allem, was bleiben soll, und lade das Ergebnis herunter. Anschließend zeigt die Liste, was tatsächlich noch in der Datei steht.

Was das Tool kann

  • Den Aufnahmeort als Koordinaten anzeigen und entfernen, dazu Höhenangabe und Zeitstempel
  • Hersteller, Modell, Objektiv, Seriennummer, Software und Urheber sichtbar machen
  • EXIF, XMP, IPTC, eingebettete Textfelder und Kommentare einzeln abwählbar entfernen
  • JPG, PNG und WebP verarbeiten — die Bilddaten werden dabei unverändert übernommen
  • Das Farbprofil bleibt voreingestellt erhalten, weil ohne es manche Programme die Farben verschoben zeigen

Wichtig zu wissen

  • HEIC-Aufnahmen vom iPhone sowie AVIF, GIF, TIFF und RAW-Dateien aus Kameras (CR2, NEF, ARW) werden nicht gelesen.
  • Was sichtbar im Bild steht — ein eingeblendetes Datum, ein Straßenschild, ein Namensschild — bleibt stehen. Entfernt werden Daten neben dem Bild, nicht Bildpunkte.
  • Mit den Aufnahmedaten fällt auch der Drehungsvermerk weg. Eine quer aufgenommene Datei kann danach quer angezeigt werden; das Werkzeug weist vorher darauf hin.
  • Zusammengepresste Textblöcke in PNG-Dateien werden mit ihrem Namen aufgeführt, nicht mit ihrem Inhalt — entfernt werden sie trotzdem vollständig.

Häufige Fragen zu EXIF-Daten entfernen

Wie genau ist der Ort in einem Foto hinterlegt?

Als Koordinatenpaar in Grad, Minuten und Sekunden, häufig ergänzt um die Höhe über dem Meeresspiegel. Das trifft je nach Empfang auf wenige Meter genau — genau genug, um ein Haus zu bestimmen, nicht nur eine Straße. Wo ein Ort hinterlegt ist, zeigt die Liste ihn als Dezimalgrad an, damit man ihn sofort einordnen kann.

Verliert mein Bild dabei an Qualität?

Nein, und das ist der Grund, warum es dieses Werkzeug getrennt gibt. Die komprimierten Bilddaten werden unangetastet aus der alten in die neue Datei kopiert; verändert wird ausschließlich, was daneben liegt. Ein erneutes Speichern über ein Bildprogramm oder über das Verkleinern rechnet die Aufnahme dagegen neu und kostet bei JPG und WebP jedes Mal etwas.

Warum ist das Farbprofil vorbelegt zum Behalten?

Weil es als Einziges nichts über dich verrät, aber etwas leistet: Es sagt dem Betrachtungsprogramm, wie die gespeicherten Farbwerte gemeint sind. Neuere Telefone nehmen in einem weiten Farbraum auf; ohne das Profil wirken solche Bilder blasser. Wer es trotzdem loswerden will, nimmt den Haken einfach heraus.

Sieht man der Datei an, dass etwas entfernt wurde?

Es wird nichts hinzugefügt — kein Vermerk, kein Programmname, keine Kennung. Zu erkennen ist allein das Fehlen: Die Datei wird um genau die entfernten Blöcke kleiner, und wo vorher Angaben standen, steht nichts mehr. Nach dem Speichern liest das Werkzeug das Ergebnis erneut und zeigt, was übrig geblieben ist.

Reicht es nicht, das Bild einfach zu verkleinern?

Für den Zweck reicht es, denn beim Neuzeichnen kommen nur Bildpunkte mit. Es kostet aber Auflösung und Qualität, die man vielleicht behalten wollte. Umgekehrt gilt: Wer ohnehin eine kleinere Datei braucht, ist mit Bild verkleinern in einem Schritt fertig und braucht diesen hier nicht.

Und wenn die Angaben in einem PDF stecken?

Dafür gibt es PDF-Metadaten entfernen. Ein PDF legt Autor, Software und Zeitstempel in einer eigenen Struktur ab, die mit den Aufnahmedaten eines Fotos nichts zu tun hat. Enthält das Dokument eingescannte Bilder, bleiben deren Aufnahmedaten davon unberührt.

Bleibt meine Aufnahme auf diesem Gerät?

Ja. Das Auslesen und Ausschneiden geschieht vollständig im Browser; es gibt keinen Server, der die Datei zu sehen bekäme. Bei einem Werkzeug, dessen Zweck das Entfernen von Ortsangaben ist, wäre ein Upload besonders widersinnig. Nachgeprüft wird das bei jeder Änderung automatisch — die Messwerte stehen unter ohne Upload.

Zeigt der Windows-Explorer die Angaben nicht auch an?

Einen Teil davon: unter Eigenschaften → Details führt Windows Kamera, Aufnahmedatum und GPS-Koordinaten auf, am Mac zeigt der Finder unter „Informationen“ einen Teil und die Vorschau-App mehr. Zum Entfernen bietet der Explorer den Punkt „Eigenschaften und persönliche Informationen entfernen“ an — welche Blöcke er dabei anfasst und was danach übrig bleibt, sagt er allerdings nicht. Hier steht jeder gefundene Block einzeln in der Liste, mit seiner Größe, und nach dem Speichern noch einmal — damit du siehst, was tatsächlich verschwunden ist.